Was ist ein Kristall?
Kristalle sind Materialien, deren Atome oder Moleküle eine sehr regelmäßige und sich wiederholende Anordnung aufweisen. Genau dieses geordnete Muster macht Kristalle so besonders! Die Atome eines Kristalls sind in der Regel in einem dreidimensionalen Gitter angeordnet, was den Kristallen ihr charakteristisches Funkeln verleiht.
Kristalle entstehen aus Lösungen, das heißt, die Chemikalien und Moleküle, aus denen sie bestehen, werden in flüssiger Form gemischt. Wenn diese Moleküle langsam abgekühlt werden, beginnen sie, sich geordnet anzuordnen. Je langsamer die Moleküle abkühlen, desto größer und perfekter sind die Kristalle.
Die Phasen der Kristallbildung
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Entstehung eines Kristallkeims
Der erste Schritt bei der Kristallbildung ist die Bildung eines Keims. Dies kann zufällig geschehen, aber Kristalle bilden sich leichter, wenn man ihnen zu Beginn einen kleinen Keim zur Verfügung stellt. Der Keim kann aus einer Vielzahl von Dingen entstehen, darunter Staub- und Eispartikel in der Luft oder sogar ein einfaches Staubkorn auf Ihren Fingern!
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Kristallisation
Kristallisation bezeichnet den Vorgang, bei dem sich Moleküle so anordnen, dass ein Kristall entsteht. Dies geschieht, wenn der Kern von einer Lösung umgeben ist, die die richtigen Moleküle enthält. Die Moleküle der Lösung lagern sich an den Kern an und beginnen, einen Kristall zu bilden.
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Kristallwachstum
Während sich der Kristall entwickelt, lagern sich immer mehr Moleküle in seiner Struktur ab. Die Wachstumsgeschwindigkeit wird durch verschiedene Parameter bestimmt, insbesondere durch die Temperatur und die Feuchtigkeit der Lösung.
Verschiedene Kristallarten je nach Kristallisationsprozess
Bei der Kristallisation entstehen viele verschiedene Kristallarten mit einzigartigen Eigenschaften! Die Form und das Muster jedes Kristalls hängen von einer Reihe von Faktoren ab, wie beispielsweise der Temperatur zum Zeitpunkt der Bildung.
Es gibt verschiedene Bezeichnungen für die Formen, die bei Kristallen auftreten, darunter die folgenden sechs Hauptformen:
Kubisch: Dies ist die häufigste Form eines Kristalls mit sechs quadratischen Flächen, die sich im rechten Winkel treffen
Oktaedrisch: Diese Form weist acht dreieckige Flächen auf und ist eine häufige Form bei Kristallen mit hoher Symmetrie
Triklinisch: Hierbei handelt es sich um einen unregelmäßigen Kristall mit drei Hauptachsen, wodurch zwei verschiedene Formen gleichzeitig auftreten können!
Monoklin: Dieser Kristall hat nur eine einzige Symmetrieachse. Er weist ungleiche Seiten auf, die sich in Winkeln treffen, die nicht 90 Grad betragen, und ist an seinen schrägen Seiten zu erkennen
Orthorhombisch: Dieser Kristall besitzt drei Symmetrieachsen und rechte Winkel zwischen diesen. Die Formen sind rechteckig
Hexagonal : Es handelt sich um einen sechsseitigen Kristall mit zwei Symmetrieachsen, die durch den Mittelpunkt verlaufen. Man erkennt ihn an seinen geschwungenen Kanten.
Die verschiedenen Kristallarten
Kristalle, die in der Natur vorkommen
Kristalle sind nicht immer rein, was die Bestimmung ihrer genauen Zusammensetzung erschwert. Hier sind einige Beispiele für die häufigsten Mineralien, die in der Natur vorkommen:
Der Fluorit (CaF₄) ist ein Mineral, das Calciumfluorid und Flusssäure (HF) enthält. Er wurde lange Zeit als Fluorquelle genutzt, da Fluor ein wichtiger Bestandteil von Zahnpasta und anderen Produkten ist.
Der Quarz (SiO₂) ist das häufigste Mineral auf der Erde und macht etwa 12 % der Erdkruste aus. Er kommt in vielen verschiedenen Formen vor, darunter Quarzit und Amethyst.
Der Kalzit (CaCO₃) ist ein Mineral, das am häufigsten in Kalkstein und Marmor vorkommt. Er ist ein wichtiger Bestandteil von Zement und wird zur Herstellung von Gips verwendet.
Im Labor gezüchtete Kristalle
Im Labor können wir Kristalle in beliebiger Form und Größe herstellen, indem wir die Bedingungen kontrollieren, unter denen sie entstehen. Das gibt uns große Flexibilität hinsichtlich der Möglichkeiten, die sich mit diesen Materialien bieten! Hier sind einige gängige Anwendungsbereiche für synthetische Kristalle:
– Halbleiter: Dabei handelt es sich um Materialien, die in elektronischen Geräten verwendet werden, um die Lichtleistung zu steuern oder Signale zu übertragen.
– Katalysatoren: Das sind Substanzen, die die Geschwindigkeit chemischer Reaktionen verändern und diese dadurch effizienter und kostengünstiger machen. Sie ermöglichen es uns, neue Materialien zu entwickeln, die in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz kommen, darunter Arzneimittel und Automotoren!
– Diamantkristalle: Dank ihrer Härte können sie als Schleifmittel oder Schneidwerkzeuge eingesetzt werden. Sie werden auch zur Herstellung von Bohrern und den Spitzen bestimmter Nadeln verwendet!
– Gläser: Dies sind Materialien, die durch einen der Kristallisation ähnlichen Prozess entstehen, bei dem sich die Atome jedoch nicht zu Kristallen anordnen. Gläser finden zahlreiche Anwendungen, darunter Fenster in Gebäuden und Autos, Kameralinsen sowie Glasfasern, die eine hohe Bildqualität im Internet ermöglichen.
– Die Halbleiterlaser: Das sind Geräte, die einen Halbleiter enthalten, wodurch ein hochenergetischer Laserstrahl bei geringem Energieverbrauch erzeugt werden kann! Diese Art von Lasern findet man in CD- oder DVD-Playern sowie in Barcode-Scannern in Supermärkten, Tankstellen und an vielen anderen Orten!