
5 originelle Ideen für die Wandgestaltung
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5 originelle Wanddekorationsideen, um einen Raum zu verwandeln, ohne sich zu ruinieren
Eine leere Wand ist kein Budgetproblem, sondern eine Frage der Vorgehensweise. Der Unterschied zwischen einer schlecht gewählten Wandfarbe und einem wahllos aufgehängten Poster ist mit bloßem Auge erkennbar. Diese fünf Ansätze umfassen konkrete Techniken sowie die richtigen Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man etwas kauft.
1. Eine Wand farbig streichen: Den Farbton je nach Lage wählen
Die Wahl einer Wandfarbe hängt in erster Linie vom natürlichen Licht im Raum ab, nicht vom aktuellen Trend. Eine nach Norden ausgerichtete Wand lässt kalte Farbtöne härter wirken als eine nach Süden ausgerichtete Wand. Konkret bedeutet das: Ein Petrolblau, das in einem nach Westen ausgerichteten Wohnzimmer perfekt funktioniert, kann in einem nach Norden ausgerichteten Schlafzimmer kalt und schwer wirken. Referenzfarbkarten wie RAL oder NCS ermöglichen den Vergleich von Farbtönen unter standardisierten Bedingungen, was Online-Fotos nie richtig wiedergeben.
Für eine originelle Wandgestaltung ohne alles neu zu streichen, reicht eine einzige Wand in einer kräftigen Farbe (Schwefelgelb, Khaki-Grün, gebranntes Orange) aus, um einen Raum optisch neu zu fokussieren. Der Rest kann cremefarben bleiben. Das kostet weniger als 10 Euro an Farbe für ein Ergebnis, das den Raum strukturiert, ohne dass man sich vollständig festlegen muss.
2. Zierleisten anbringen: einfache Technik, architektonisches Ergebnis
Kronleisten aus expandiertem Polystyrol kosten je nach Stärke zwischen 3 und 8 Euro pro Meter. Die Varianten aus MDF sind dichter, schwerer zu verarbeiten, halten aber länger. Der klassische Fehler: Gehrungsschnitte nach Augenmaß. Eine Gehrungslade für 12 Euro verhindert unschöne Fugen an den Ecken. Der weiße Fugenkitt erledigt den Rest.
Leisten dienen nicht nur dazu, Mängel zu kaschieren. Auf halber Wandhöhe angebracht, um eine optische Trennung zu schaffen, ermöglichen sie es, zwei Farben an derselben Wand zu kombinieren, ohne dass das Ergebnis aufdringlich wirkt. Diese Technik ist in der britischen Innenarchitektur seit den 1980er Jahren weit verbreitet, wird in Frankreich jedoch nach wie vor zu wenig genutzt.
3. Wissenschaftliche Poster in einem einheitlichen Format aufhängen
Ein gut ausgewähltes wissenschaftliches Poster kommt erst dann richtig zur Geltung, wenn das Format auf den Betrachtungsabstand abgestimmt ist. Ein Format von 50 x 70 cm lässt sich aus 2 Metern Entfernung gut lesen. Bei einem geringeren Abstand gehen die Details verloren und das Poster wird zu einem rein dekorativen Element ohne wirklichen Inhalt. Die anatomischen Zeichnungen von Leonardo da Vinci, Beugungsspektren, maßstabsgetreue Diagramme des Sonnensystems: Das sind Motive, die auch bei wiederholter Betrachtung nichts von ihrer Faszination verlieren.
Bei einer Wand mit wissenschaftlichen Postern sorgen drei identische, horizontal ausgerichtete Formate für eine bessere Lesbarkeit als eine Komposition aus unterschiedlich großen Formaten. Die Faustregel: Die Unterkante der Rahmen sollte 145–150 cm über dem Boden liegen, also auf Augenhöhe eines stehenden Erwachsenen. Der Abstand zwischen den Rahmen sollte gleichmäßig sein und je nach Wandfläche zwischen 5 und 10 cm betragen.
4. Eine originelle Wanduhr als Blickfang wählen
Eine originelle Wanduhr mit wissenschaftlichem Thema ist eines der wenigen Dekorationsobjekte, das Nützlichkeit und visuelle Wirkung vereint. Sie kann eine ganze Wand strukturieren, ohne dass weitere Elemente um sie herum erforderlich sind. Modelle mit Zifferblättern, die von Planetensystemen oder physikalischen Formeln inspiriert sind, eignen sich besonders gut für Arbeitsbereiche oder Heimbüros, wo die thematische Kohärenz die Konzentration fördert.
Die Größe ist entscheidend. Bei einer Standard-Wohnzimmerwand (2,50 m hoch) gewährleistet ein Mindestdurchmesser von 40 cm eine gute Sichtbarkeit vom anderen Ende des Raums aus. Bei einem kleineren Durchmesser verschwindet die Uhr optisch und verliert ihre Rolle als Blickfang. Modelle mit geräuschlosen Zeigern (Quarz-Schrittwerk) sind im Schlafzimmer unverzichtbar. Die hier erhältliche Kollektion von originellen Wanduhren mit wissenschaftlichen Motiven umfasst Formate von 30 bis 60 cm, wobei die meisten Modelle über geräuschlose Uhrwerke verfügen.
5. Wissenschaftliche Wandaufkleber: risikofreie Anbringung und rückstandsfreies Entfernen
Die wissenschaftlichen Wandaufkleber aus wiederverwendbarem Vinyl haften auf einer sauberen und trockenen Oberfläche und lassen sich rückstandsfrei entfernen, sofern die Wandfarbe seit mehr als 4 Wochen getrocknet ist. Der häufigste Grund für ein Scheitern ist das Anbringen auf frischer, matter Farbe, bei der beim Entfernen die Oberflächenschicht abgerissen wird.
- Erforderlicher Mindestabstand: 15 cm Freiraum um den Aufkleber herum, damit das Motiv atmen kann
- Anbringungstechnik: Zuerst die Mitte aufbringen, dann mit einer festen Karte zu den Rändern hin glattstreichen, um Luftblasen zu vermeiden
- Neupositionierung möglich: Langsam in einem Winkel von 45° abziehen, dabei zu sich hin ziehen, nicht senkrecht zur Wand
- Lebensdauer an einer nicht feuchten Innenwand: 5 bis 8 Jahre, je nach Qualität des Vinyls
Mit großformatigen Aufklebern, die Nebel, Molekülsysteme oder Sternbilder darstellen, lässt sich eine ganze Wand für 20 bis 50 Euro gestalten – im Gegensatz zu mehreren hundert Euro für ein gemaltes Wandbild. Dies ist die reversibelste aller hier aufgeführten Lösungen und somit die richtige erste Wahl in einer Mietwohnung.
Diese Techniken kombinieren, ohne den Raum zu überladen
Die Versuchung ist groß, alles auf einmal anzuwenden. In der Praxis reichen jedoch zwei Techniken pro Raum aus. Eine originelle Wanddekoration mit einheitlichem Konzept basiert auf einer klaren Grundlage: ein Thema, maximal zwei Materialien, eine Farbpalette aus zwei oder drei Farben. Die Uhr und die Aufkleber lassen sich gut kombinieren, wenn ihre Themen ähnlich sind. Leisten und gerahmte Poster verstärken sich gegenseitig, da sie derselben architektonischen Logik folgen. Eine Akzentwand zu streichen, bevor man ein zentrales Element daran aufhängt – das ist die Reihenfolge, in der Innenarchitekten seit jeher arbeiten. Da gibt es keine Ausnahme.
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